01 Simone Junker

20. Oktober 2013 bis 09. Januar 2014
Immer mehr Raum
7. Sonderausstellung der Reihe „Junge Kunst“ im Kunstkabinett im Alten Rathaus

Öffnungszeiten: Di – So 10.00 – 17.00 Uhr

10-2013-1-JunkerSimone Junker, Absolventin der Kunstakademie Düsseldorf, zeichnet mit Tusche oder Bleistift auf meist großformatigen, an der Wand befestigten Papieren. Die Zeichnungen entstehen mit dem Ort, an dem sich die Künstlerin jeweils befindet, und werden häufig installativ im Raum platziert. Das Potential und die Kraft ihrer Zeichnungen definieren sich sowohl durch die mit grauschwarzer Tusche bedeckten Bereiche des Papiers als auch durch bewußt in die Zeichnung integrierte, von der Tusche oder dem Bleistift unbedeckte Leerstellen. Aus diesem offenen, unmittelbaren Tun, einem immer neuen Schauen, Gewähren und Entwickeln, entstehen poetische Räume, die sich an den Grenzen des Sagbaren, nur formal Beschreibbaren bewegen. Es gibt keine fertigen Bilder im Kopf, die die Künstlerin umsetzt, eher einen wagen, inneren Speicher, einen „Klumpen“, wie es die Künstlerin nennt.
Es fällt zunächst nicht leicht, einen Bezug zu Wagner in Simone Junkers Arbeiten zu entdecken. Aber die „Erforschung der Räumlichkeit“ endet nicht mit der dritten Dimension. Seit einiger Zeit ist es Wagners Ring, der das Atelier beschallt, der den inneren Speicher füllt. Daraus ergeben sich intuitiv Räume. Orte wie Niebelheim und Wallhall rücken näher in den Blick, ebenso wie Machtstrukturen der Flächen, der Schwärzungen, Räume innerhalb der Zeichnungen.

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